Hoffnung und Freude sind die besten Ärzte. (Wilhelm Raabe)







Verspannt - Angespannt - Entspannt

„Spannungslosigkeit“ ist ein Zustand, der sich nur spontan einstellt. Bei der Muskelentspannung (progressive Muskelrelaxation) nach Jacobson werden verschiedene Muskelgruppen erst angespannt, die Spannung gehalten und dann abrupt losgelassen. Durch die intensive Belastung ermüden die Muskeln und eine Gegenreaktion, das Entspannen, wird automatisch ausgelöst. Wie bei einem Pendel, das erst in die eine Richtung gezogen wird und dann mühelos von selbst in die andere Richtung gleitet.

Der Physiologe Edmund Jacobson gilt als der Pionier auf dem Gebiet des Entspannungstrainings. Er endeckte bei seinen frühen Untersuchungen, dass bei Spannungsgefühl (Angst) eine Muskelanspannung beteiligt ist und das diese Angst aufgehoben werden kann, wenn die muskuläre Spannung beseitig wird. Er entwickelte in den Jahren 1908-1934 ein Training, bei dem durch systematische An- und Entspannung verschiedener Muskelgruppen und durch den Lernvorgang der Unterscheidung der daraus resultierenden Gefühle eine fast völlige Beseitigung jeder Muskelspannung und damit verbunden nachweislich ein Zustand tiefer Entspannung eingeleitet und erlebt werden konnte.

Gezielt entspannt wird bei den Übungen die Skelettmuskulatur. Ihr folgend entspannt sich bei fortgeschrittenem Training aber auch die glatte, unwillkürliche Muskulatur (= Muskulatur der inneren Organe).

Messbare Folgen im Rahmen eines erfolgreichen Trainings:

  • Senkung des Blutdruckes
  • Senkung der Herzfrequenz
  • Senkung der Atemfrequenz
  • Sekung der Körpertemperatur
  • Synchronisation der Hirnströme
  • Senkung des Sauerstoffverbrauches

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